Die Zukunft der Benolper Mariengrotte und des historischen Friedhofs beschäftigt derzeit viele Bürgerinnen und Bürger. Hintergrund ist die Absicht der Kirchengemeinde, beide Grundstücke im Zuge anstehender struktureller Veränderungen zu veräußern.
Die 1951 errichtete Mariengrotte feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen und ist für Benolpe nicht nur Pilgerstätte, sondern auch ein wichtiger Ort der Dorfgeschichte und des gemeinschaftlichen Lebens. Auch der ehemalige Friedhof besitzt für den Ort eine besondere historische Bedeutung. Entsprechend groß war die Sorge, dass beide Flächen durch einen Verkauf langfristig ihrem bisherigen Zweck entzogen werden könnten.

Nach ersten Diskussionen und Gesprächen zeichnen sich inzwischen mögliche Lösungen ab. Für die Mariengrotte wird unter anderem die Übernahme durch einen noch zu gründenden Verein diskutiert. Dieser könnte sich künftig um Erhalt, Pflege und Weiterentwicklung des Ortes kümmern. Als möglicher Name wurde „Seelenort Benolper Grotte“ vorgeschlagen.
Für den historischen Friedhof gibt es ebenfalls einen konkreten Ansatz: Ein Benolper Bürger hat seine Bereitschaft erklärt, das Grundstück zu übernehmen und es entsprechend den Vorgaben des Landschaftsplans zu pflegen. Der Charakter als Ort der Ruhe und Erinnerung soll dabei erhalten bleiben. Ein späterer Weiterverkauf solle notariell ausgeschlossen werden.
Beide Vorschläge werden im Dorf weiterhin diskutiert. Insbesondere bei der möglichen Vereinsgründung gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob hierfür neue Strukturen notwendig sind oder bestehende örtliche Vereine genutzt werden könnten.
Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Zu diesem Thema ist eine Dorfversammlung geplant, bei der die Benolper Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand und die weiteren Schritte informiert werden sollen. Ein konkreter Termin für diese Versammlung konnte bislang noch nicht festgelegt werden. Eine entsprechende Information zu dem Termin folgt.
Bis zur Entscheidungsreife sind somit weitere Gespräche und Abstimmungen vorgesehen. Ziel bleibt, für beide geschichtsträchtigen Orte eine tragfähige Lösung zu finden und ihren besonderen Stellenwert für Benolpe langfristig zu bewahren.
Stand: 10. August 2026